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Apulien - Italiens Süden

Apulien, die Heimat des Primitivo! Das und das leckere italienische Essen wären ja eigentlich schon Grund genug um dort hin zu reisen. Unsere erste Station war Ostuni mit seiner historischen, autofreien Altstadt mit engen Gässchen und vielen kleinen Restaurants. Von dort aus haben wir Ausflüge z.B. nach Polignano a Mare und nach Matera unternommen. Unsere zweite Station in Castro ganz am Südende des Stiefelabsatzes war dann weniger ein Ausgangspunkt für Ausflüge sondern eher zum Baden und Erholen. 

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Die Stadt Ostuni liegt in der Provinz Brindisi der Region Apulien auf drei Hügeln mit Blick auf die Olivenhaine. Wegen der Farbe der Häuser der Altstadt trägt Ostuni den Beinamen Città bianca, Weiße Stadt.

Unsere Unterkunft hieß "I 7 Archi", die sieben Bögen. Und Bögen gab es wirklich genügend, wie man gleich noch sehen wird. Das Zimmer war wirklich außergewöhnlich, zwar etwas klein, aber direkt in der Stadtmauer. Und das Frühstück wurde jeden Morgen aufs Zimmer gebracht. Die Altstadt war in ein paar Minuten zu Fuß zu erreichen. Nur der Aufstieg ins Zimmer, z.B. mit den Koffern oder nach ein paar Gläschen Primitivo war etwas abenteuerlich.

Die Altstadt von Ostuni ist ein Gewirr aus kleinen Gässchen, Bögen, Durchgängen und Treppen. Die sind zum Teil so eng, dass man nicht zu Zweit nebeneinander laufen kann. Deshalb ist die Altstadt auch autofrei. Naja, fast zumindest. Die dreirädrigen Vehikel sind trotzdem unterwegs um z.B. Waren auszuliefern. So kündigte sich jeden Morgen der Obst- und Gemüsehändler vor unserer Unterkunft mit großem Geschrei an um seine Waren anzupreisen.

Es gibt aber auch schön, kleine und größere Plätze. Dort kann man dann gemütlich etwas trinken und die Architektur bewundern, wie den Arco Scoppa. Von der Stadtmauer hat man auch einen tollen Blick auf die Umgebung.

Und dann gibt es in Ostuni natürlich noch ganz viele Restaurants mit einem Angebot an italienischen Speisen. Da kann man auch Mittags kaum widerstehen und muss sich dann doch den kulinarischen Leckereien und einem kleine Gläschen Primitivo hingeben. Und ein gutes, lokales Bier gibt es auch!

Am Abend, wenn es dunkel wird und die Lichter in den weißen Gassen angehen hat Ostuni noch einmal einen ganz besonderen Charme. So kann man nach dem Abendessen noch gemütlich durch die Gassen bummeln und eine Bar für ein Getränk findet sich auch immer noch.

Natürlich wollten wir auch die Gegend erkunden und haben uns mal auf den Weg gemacht. Die Landschaft in Apulien hat mit den Olivenhainen und den Trockenmauern zwar einen mediterranen Charme ist allerdings nicht so spektakulär.

Ein paar nette Städtchen gibt es aber schon. Polignano a Mare liegt, wie der Name schon sagt, direkt am Meer. 

Ganz in der Nähe liegt auch der kleine Ort San Vito mit der Abtei  Abbazia di San Vito. Davor kann man nett sitzen und unter der Woche war dort wenig los. Ein kleiner Spaziergang am Meer führt dann zum Torre di San Vito.

Im Landesinnern liegt die Stadt Matera, bekannt durch ihre historische Altstadt mit den Höhlensiedlungen "Sassi di Matera". Vom Hügel gegenüber hat man schon einen tollen Ausblick auf die Stadt bevor man sich in die vielen Gässchen und Treppen der Altstadt stürzt.

In der Altstadt lebten Mitte des 20. Jahrhunderts immer noch 15000 Menschen ohne Strom und Wasser unter schlimmen hygienischen Verhältnissen. Nach dem dann auch noch die Malaria ausgebrochen war wurden die Menschen zwischen 1950 und 1960 in moderne Wohnungen umgesiedelt. Die beiden Stadtviertel Sasso Barisano und Sasso Caveoso sind heute eine Museumsstadt. Aber Vorsicht: In den Gassen auf jeden Fall den Schildern folgen, sonst verläuft man sich hoffnungslos! 

Den zweiten Teil unseres Urlaubs verbrachten wir ganz im Süden Apuliens, im Hotel Piccolo Mondo in Castro. Dort war auch viel Faulenzen angesagt und das leckere italienische Essen gab es am Abend auf der Terrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Direkt neben unserem Hotel lag die Grotta Zinzulusa. Die vielen Stalaktiten und Stalagmiten sehen Stoffpuppen aus verschlissenen Kleidern ähnlich, die im salentinischen Dialekt „Zinzuli“ genannt werden. Von dort aus starten auch Bootstouren der Küste entlang.

Auf dem Weg nach Gallipoli machten wir Halt an der kleinen Bucht Il Ciolo. Die liegt zwar unter einer Brücke über die die Autos fahren hat aber doch einen gewissen Charme und kristallklares Wasser. In Gallipoli kann man schön an der Stadtmauer entlang am Meer laufen und die Gassen der Altstadt erkunden.

Die Stadt Otranto liegt ganz am südlichen Ende der Ostküste Italiens auf der Halbinsel Salento, also ganz am Ende des Stiefelabsatzes. Vor allem die von einer mächtigen Stadtmauer umschlossene Altstadt ist eine Hauptattraktion.

Unser Fazit nach zwei Wochen Apulien: Begeistert hat uns Ostuni mit seinen Engen Gässchen und Martera mit der Altstadt. Die zweite Woche in Castro war sehr erholsam und gemütlich. Ein Highlight war auch das leckere Essen, auch mal nur ein Snack am Nachmittag, und der Primitivo Wein. Die Landschaft hat uns allerdings nicht so ganz begeistert.

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